Bisher wird Künstliche Intelligenz zwar in der Medizintechnik angewandt, in zwischenmenschlichen Bereichen wie Seelsorge kam die Technologie jedoch nur selten zum Einsatz. Es mag zunächst unwahrscheinlich klingen, dass ein Chatbot bei einem solch sensiblem Thema helfen kann. Doch jüngste Entwicklungen zeigen, dass in virtuellen Assistenten viel Potenzial steckt, das Leid von Menschen mit psychischen Problemen zu lindern.
Mit der Frage, wie Künstliche Intelligenz Menschen bei seelischen Leiden helfen kann, haben sich u. a. Wissenschaftler der Stanford University beschäftigt. Unterstützt wird das Projekt vom Technik-Pionier Andrew Ng, der für Google und Baido neuste KI-Technologien mitentwickelt hat. Herausgekommen dabei ist Woebot – ein Art „digitaler Therapeut", der mit dem Nutzer einfache Elemente einer kognitiven Verhaltenstherapie durchführt. Natürlich verschreibt der Chatbot weder Medikamente noch gibt er ärztliche Anweisungen, aber er versteht es, dem Nutzer auf interaktive Weise seine eigenen Denkprozesse bewusst zu machen und dabei gute Laune zu verbreiten.