Immer öfter bekommen wir die Frage gestellt, wie es denn möglich wäre, die Transportverschlüsselung (TLS) für E-Mail mit Domino zu gewährleisten. Diese Frage wird insbesondere durch die DSGVO nun häufiger motiviert, da diese zum Schutz von personenbezogenen Daten in allen "Lebenslagen", also auch bei der Übertragung per E-Mail, auffordert. Hier hat man grundsätzlich zwei Optionen, die jeweils für sich betrachtet meines Erachtens (bitte konsultieren Sie für Gewissheit diesbezüglich Ihren Datenschutzbeauftragten) ausreichend sein sollten, die Anforderungen des Gesetzes zu erfüllen:
- Inhaltsverschlüsselung (S/MIME, PGP)
- Transportverschlüsselung (SSL/TLS/StartTLS)
Natürlich ist es überhaupt keine schlechte Idee, beide Maßnahmen miteinander zu kombinieren ;). So könnte der konsequente Einsatz von TLS auch die eFail-Lücke überwiegend schließen.
Transportverschlüsselung hat den großen Vorteil, dass:
- Sie nahezu kostenlos ist (nur das TLS-Zertifikat muss angeschafft werden)
- Der Implementierungs- und Pflegeaufwand verschwindend gering ist
- Keinerlei Verhaltensanpassung bei Nutzern notwendig ist
Der Nachteil wiederum ist, dass ich insbesondere im B2C nicht sicher sein kann, dass mein Gesprächspartner TLS unterstützt oder dieses auch nur kompatibel ist. Ich kann also nicht einfach daher gehen und meinen Servern sagen, dass sie nur noch TLS-Verbindungen akzeptieren sollen. Tue ich das, kann es mir passieren, dass E-Mails nicht ausgetauscht werden können und mir deshalb Geschäft entgeht. Ich muss also ggf. das Risiko eingehen, dass zumindest bei manchen Verbindungen keine Verschlüsselung zustande kommt.
Der wünschenswerte Fall ist daher, dass ich für die mir bekannten Organisationen oder Servern einstellen kann, ob TLS erzwungen werden soll oder nicht.