Letzteres passiert auf vielen Ebenen – im Kleinen wie auch im Großen. Besonders hervorgehoben sollen die neuen leichtgewichtigen Clients sein. Mitte des Jahres wird es einen HCL Verse 2.0-Client geben. Die Verse-Web-Oberfläche für E-Mail und Kalender wird dann als Progressive Web App (PWA) zur Verfügung stehen. Hinter diesem etwas sperrigem Ausdruck verbirgt sich, dass die Anwendung schneller laden und offline zur Verfügung stehen wird.
In der zweiten Jahreshälfte soll es außerdem einen neuen Web-Client für Sametime und mit Nomad Web 1.0 einen Notes-Client für den Browser geben. Beide werden ebenfalls als Progressive Web App realisiert werden. Mit PWA geht einher, dass diese Clients nicht mehr installiert werden müssen. Die Anwender rufen einfach die URL auf und schon können sie arbeiten.
Hinter der Nomad-Produktfamilie steht die Idee, klassische Notes-Anwendungen, die ursprünglich nur für den Notes-Client geschrieben wurden, auf einer Vielzahl von Geräten verfügbar zu machen. Auf dem iPad und iPhone laufen die Anwendungen bereits und für Android ist der Support auf Tablets ebenfalls bereits verfügbar. Für Android Phones läuft aktuell gerade die Beta.
Nomad Web 1.0 setzt die gleiche Technik ein, um bestehende Notes-Anwendungen auf dem Browser lauffähig zu machen. Gerade in der Integration anderen Web-Anwendungen, die auf dem Domino-Server laufen, können sich daraus spannende Ansätze entwickeln. Sicherlich wird eine Notes-Anwendung, die vor vielen Jahren für den Notes-Client entwickelt wurde nicht automatisch sexy, nur weil sie jetzt auf einem Smartphone, Tablet oder Browser läuft. (Bei der Modernisierung Ihrer bestehenden Anwendungen unterstützen wir Sie gerne.) Aber dieser Ansatz zeigt eine Lösung für die Vielzahl der laufenden und teilweise unternehmenskritischen Notes-Anwendungen auf, die in Unternehmen existieren. Um sie komplett in Web-Technologien (oder für andere Clients) neu zu entwickeln, fehlt schlicht in der Masse die Zeit und das Budget. Mit Nomad kann ein gemischter Ansatz gefahren werden. Einige bleiben in ihrer jetzigen Erscheinungsform erhalten und andere werden eventuell um Web-Komponenten erweitert.