Bei dem "Plattform-Modell" soll die Nutzungsintensität als Berechnungsgrundlage dienen. Es wird pro nsf-Datei auf allen Servern lizenziert. Dabei gelten auch Repliken als einzeln zu lizenzieren. Ist also eine Anwendung auf einem Cluster von zwei Servern, so ist sie auch zweifach zu lizenzieren. Dieses Modell richtet sich vermutlich an Betreiber von Domino-Servern mit wenigen einzelnen Anwendungen (z. B. Domino-Webservern), aber potentiell vielen Nutzern.
Hiermit soll wohl auch das alte und durchaus nicht immer unproblematische PVU-Modell abgelöst werden, aber auch Nutzer von Utility- und XWorks-Servern werden hier häufig die beste Lösung finden.
Ein potentieller Lizenznehmer sollte sich darüber im Klaren sein, dass dieses Modell ggf. unvorteilhafte Designentscheidungen in der Anwendungsentwicklung nach sich ziehen könnte. Wurden "früher (TM)" Anwendungen auch schon mal aus verschiedenen Gründen (Performance, Entkoppelung etc.) in mehrere kleine Anwendungen aufgeteilt, so könnte dieses Lizenzmodell monolithische Einzelanwendungen mit entsprechenden Nachteilen zur Folge haben. Wer Entwickler im Haus hat oder Anwendungen zukauft, sollte das bei der Wahl des Lizenzmodells im Auge behalten. Es könnte damit sehr langfristige Folgen für die effektive bzw. effiziente Nutzung von Domino haben.