Eigentlich wollte ich diesen Blog-Eintrag anders nennen: "Von einem, der auszog, Notes 14 zu testen". Sicherlich poetischer, aber weniger informativ (als Titel) und weniger "suchmaschinengeeignet".
Hintergrund dieses Artikel ist aber tatsächlich, dass ich das Experiment wagen wollte, meinen Domino Administrator, Designer und Notes-Client auf Version 14 zu bringen, obwohl wir viele komplexe Anwendungen entwickelt haben und nutzen. Gegenüber früheren Hauptversionen gab es zwei große Änderungen, die aus meiner Sicht das Potential haben könnten, dass ich zumindest mit einigen Anwendungen Probleme haben könnte: Es gibt den Notes-Client in der Version 14 nur noch als 64-bit Anwendung und das ziemlich in die Jahre gekommene Java 8 wurde durch ein "bewährtes" Java 17 ersetzt.
Die ersten Tests - Excel-Export über die COM-Schnittstelle und Java, sogar über die LS2J-Schnittstelle - liefen sofort anstandslos. Ehrlich gesagt, hätte ich mit etwas anderem gerechnet. Ich habe erst während des Tests nachgeschaut, dass bei mir schon Microsoft Office in der 64-bit-Version installiert war, sonst hätte ich es sicherlich neu installieren müssen.
Ärger gab es dann an anderer Stelle, an die ich zunächst gar nicht gedacht hatte: Wir nutzen in unseren Anwendungen an verschiedenen Stellen C-API-Aufrufe aus LotusScript heraus. Die Notes-C-API-Aufrufe liefen auch alle glatt durch, aber eine in unserem assono Passwort-Safe Pro häufig genutzte Funktion, die Windows-C-API-Aufrufe nutzt, sorgte für einen reproduzierbaren, sofortigen Absturz des Notes-Clients. Es geht dabei um das Kopieren von Text in die Windows-Zwischenablage.