Bei einem Update werden oft einfach bereits vorhandene Dateien ausgetauscht. Dazu müssen die betreffenden Dateien allerdings verfügbar und nicht durch Prozesse blockiert sein. Zwar sorgt der Installationsmechanismus im Regelfall dafür, allerdings schlägt das manchmal fehl. Das ist sehr stark davon abhängig, in welcher Weise die Rechner zur Installation „motiviert“ werden. Die geringste Fehlerquote haben Rechner, die Nachts aufgeweckt werden, um die Installation durchzuführen. Geschieht die Installation jedoch mitten am Tag – eventuell noch unter den ungeduldigen Augen des Nutzers, drohen hier mannigfaltige Fehlerquellen.
Als hilfreich hat es sich erwiesen, vor der eigentlichen Ausführung der Installation durch Skripte alle anderen Prozesse zu beenden, die unter Umständen zu Notes gehörige Dateien im Zugriff haben könnten. Das sind natürlich insbesondere die Notes-Dienste und Prozesse selbst.
Die Dienste können über Konsolenskripte‚ 'net stop „IBM Notes – Gemeinsame Anmeldung“' beendet werden. Der Rückgabewert ist „0“ für erfolgreich und „2“ für einen Fehler. Problematisch ist, dass nicht unterscheidbar ist, ob der Fehler auftritt, weil der Dienst nicht eingeschaltet war oder weil er sich nicht beenden lässt. Allerdings kommt Letzteres extrem selten vor. Weitere zu berücksichtigende Dienste sind der Diagnostic Dienst, Smart Upgrade und der Multiuser Cleanup.
Gerade wenn zur Installation die Beendigung von Notes erzwungen wurde, kann es sein, dass noch Child-Prozesse von Notes laufen, weil Notes nicht regulär beendet wurde. Diese müssen dann „abgeschossen“ werden. Auch das kann mit „taskkill“ in Skripten automatisiert werden. z.B. „taskkill notesmm.exe“. Zu berücksichtigende Prozesse sind: notes.exe, notes2.exe, nlnotes.exe, ntaskldr.exe, notesmm.exe.