Um die Zertifikatserstellung delegieren zu können und genauer festzulegen, wer welche Art von Zertifikaten für welche Aufgaben oder Unternehmensteile erzeugen darf, hat sich eine (mindestens) zweistufige Architektur bewährt.
So hat man eine gemeinsame Basis, die Wurzel, aus der alles heraus entsteht. Im Umfeld von Zertifikaten spricht man dementsprechend auch von der "Root-CA". Davon gibt es im Unternehmen typischerweise nur genau eine.
Dann erstellt man für die Organisationseinheiten oder Einsatzzwecke weitere Zertifikate, die mit der Root-CA "gestempelt" werden, von ihr zertifiziert werden. Man spricht hier von Intermediate-CAs. Einsatzzwecke könnten z. B. Web-, SMTP-. LDAP-, POP3, IMAP-, VPN-Server-, Client- oder S/MIME-Zertifikate sein. Organisationseinheiten wären dann Landesgesellschaften, Standorte o.ä.
Wenn man nicht alles mit einer CA macht, sondern mit mehreren "Spezialisten", kann man die Intermediate-CAs an unterschiedliche Teams bzw. Verantwortliche geben, die dann eben nur Zertifikate für ihren Bereich erstellen können. Weil es so sicherer ist.