Die JVM konnte also den Heap-Speicher nicht instanziieren, weil dafür 2 GB erforderlich wären.
Hatte ich erwähnt, dass mein neues Notebook 64 GB RAM hat und unter einem 64-bit Windows 11 läuft?
Und natürlich waren mehr als 2 GB frei - viel mehr. Vielleicht zu viel? Egal, ich hatte jetzt etwas, wonach ich suchen konnte. Und tatsächlich gab es mehrere Treffer zu dieser Fehlermeldung. Nicht im Notes-Umfeld, aber z. B. bei Websphere. Im Kern ging es aber jeweils darum, dass ein 32-bit Programm nicht mehr als 2 GB nutzen könnten.
Aber in einem Kommentar im jazz.net-Forum blitze etwas auf, dass im Ergebnis doch zur Lösung führte.
Das Thema war "Insight: WAS MAX_HEAP_SIZE parameter?"
Und im letzten Kommentar zu dem Thread stand:
"Searching for "Failed to instantiate heap; 2G requested Could not create
the Java virtual machine" on Google I found a few hits. This one seems
to have the best explanation (according to the up votes anyway)
http://stackoverflow.com/questions/171205/java-maximum-memory-on-windows-xp
1850 MB seemed to be one of the higher values that was successfully used on Windows."
Der Foreneintrag war von 2012, die zitierte Frage auf stackoverflow.com von 2009 und bezog sich auf Windows XP!
Weiter unten stand in einem Kommentar zum zitierten Artikel:
"The Java heap size limits for Windows are:
- maximum possible heap size on 32-bit Java: 1.8 GB
- recommended heap size limit on 32-bit Java: 1.5 GB (or 1.8 GB with /3GB option)"
Kann es sein, dass 14 Jahre später eine 32-bit JVM immer noch keine 2 GB Heap-Speicher verträgt. Und überhaupt: Wo kommen die 2 GB überhaupt her?
Bei der Suche nach nützlichen Protokoll- und Konfigurationsdateien bin ich im Notes-Programmverzeichnis auf die Datei dtikacfg.xml gestoßen. Das klingt doch nach Tika...
Die XML-Datei ist offenbar eine Konfigurationsdatei für den Tika-Server und in den forkedJvmArgs steht auch das -Xmx mit dem der JVM die maximale Größe des Heap-Speichers vorgegeben wird. Heureka!