Neben dem Inhalt und der Tonalität einer Nachricht ist mindestens genauso wichtig, wie die Übermittlung gestaltet ist. Chats sind nicht mit Briefen oder E-Mails vergleichbar. Der Nutzer bringt gewisse Erwartungen aus seinem Alltag mit in das Gespräch mit dem Chatbot:
Er geht davon aus, dass…
- … die Nachrichten kurz, aber informativ sind.
- … die Tonalität formal ist, aber die Struktur der Nachrichten offener ist, als bei einer E-Mail
- … die Nachrichten zwar sofort gelesen werden, aber auch etwas Zeit zur Antwort benötigt wird.
Vor allem den dritten Punkt berücksichtigen die wenigstens Chatbots. Wenn ein Dialog menschlich klingt und Humor enthält, aber der Nutzer vier lange Textpassagen sofort nach der Fragestellung erhält, dann wirkt der Dialog unnatürlich und maschinell. Eine Studie zeigt, dass eine dynamische Zeitberechnung anhand der Komplexität der Antwort eine zuverlässige Methode ist, um zu berechnen, welche Dauer bis zur Antwort für den Nutzer natürlich wirkt.
Gleichzeitig sollten Sie aber auch darüber nachdenken, ob es sinnvoll ist dialogische Abkürzungen für Nutzer zu implementieren, die Ihren Chatbot öfters oder sogar täglich nutzen. Lange und ausführliche Erklärungen sind für regelmäßig wiederkehrende Nutzer lästig. Versuchen Sie einen Mittelweg zu finden und Ihren Chatbot sowohl auf neue als auch auf erfahrende Nutzer auszulegen.