Schritt 1: Aufnehmen
Im ersten Schritt werden die Daten eingelesen und in einigen Fällen von einem Menschen so markiert, dass Inhaltselemente klassifiziert sind, in einem Brief z.B. als Anrede, Adresse, Kontodaten-Block etc. So wird aus einer unstrukturierten Datenmenge recht fix eine für den Computer lesbarere, strukturiertere Form. Ob die Daten nun aus einer Website, vielen PDF-Anleitungen oder eingescannten Dokumenten stammen, ist Discovery erstmal egal. Auch ist es mit der Annotationsanwendung Watson Knowledge Studio möglich, per Klick sehr genaue Sprachmodelle mit Zuordnungen zu vorkommenden Entitäten zu erstellen, welche die Ergebnisse deutlich verbessern können. So kann es Discovery auch schaffen, sich spezifisch auf Fachdomänen einzustellen, beispielsweise medizinische Daten, Verträge oder technische Anleitungen.
Schritt 2: Anreichern
Im zweiten Schritt werden die Daten angereichert, nach dem Training werden Segmente und Inhalte der Dokumente mit Klassifikationen versehen, die z.B. folgende Fragen beantworten können:
- Was sind die übergeordneten Konzepte, die in diesem Text vorkommen?
- Welche Formen von Entitäten werden erkannt (Personen, Orte, Tätigkeiten etc.) und welche Relationen haben diese zueinander?
- Mit welchem Grundgefühl (positiv/neutral/negativ) werden diese Inhalte belegt?
- Aus welchen Feldern (Überschriften, Kopfzeilen, Adressblöcken, Textblöcken etc.) besteht ein Dokument?
- Welche Schlüsselworte kommen wie häufig im Dokumentenkorpus vor?
Schritt 3: Abfragen
Im letzten Schritt der Abfrage werden in natürlicher Sprache oder über die hauseigene Abfragesprache z.B. Vorkommen von bestimmten Entitäten oder Gefühlslagen im Dokumentenkorpus ausgeführt. Hier kommt IBM zugute, dass man mit Discovery auch problemlos auf Deutsch interagieren kann.