Gestern bestätigte Zoom indirekt, dass die Nutzerdaten durch sogenanntes Credential Stuffing abgegriffen wurden. Bei dieser Methode verwenden Angreifer Login-Daten aus älteren Leaks und probieren diese automatisiert durch.
Ein Beispiel: Ein Nutzer verwendet für seinen E-Mail-Account das Passwort Haustier123. Die Daten wurden bei einem früheren Hackerangriff geleakt und stehen nun mit vielen weiteren Nutzerdaten im Darknet zum Verkauf. Der Nutzer aus unserem Beispiel ahnt davon nichts. Zusammen mit vielen weiteren Nutzerdaten werden seine Daten gekauft und für die Durchführung eines Credential-Stuffing-Angriffs genutzt. Ein Bot des Hackers probiert nun, sich mit der E-Mail-Adresse und dem Passwort unseres Beispielnutzers bei Zoom anzumelden. Er variiert das Passwort und findet heraus, dass der Login mit dem Passwort Haustier456 erfolgreich ist. So erhält er auch die Meeting URL des Nutzers und den Host-Key. Diese Daten stellt der Angreifer nun wiederrum in Foren zum Verkauf ein.