Die gängigste Wahl, um Investitionsvorhaben zu bewerten, ist die ROI-Kennzahl (Return on Investment), welche das Verhältnis aus Gewinn und eingesetztem Kapital angibt. Für die Berechnung müssen vor allem die relevanten Kostenstellen und Gewinne identifiziert werden.
Zuerst müssen die durchschnittlichen Kosten pro Beratungssitzung im Kundensupport kalkuliert werden. Diese Zahl liegt laut einer Statistik des Help-Desk Institutes bei 15,10 Euro pro Sitzung. Als Nächstes werden relevante Mitarbeitergruppen, welche für die Einführung und Planung des Chatbots benötigt werden, identifiziert. Dazu zählen Support-Mitarbeiter, Teamleiter, Marketing-Manager und Administratoren. Diese werden mit ihrem jeweiligen internen Verrechnungssatz (auf Tagesbasis) berücksichtigt. Der erste große Kostenfaktor sind die Einführungskosten. Sie beinhalten alle Kosten, die noch vor der Liveschaltung des Chatbots entstehen.
Bestandteile davon sind natürlich die Entwicklungskosten, die hier mit 15.000 € angegeben werden, die Kick-off Veranstaltung, die IT-Integration sowie das Chatbot-Training. Alle diese Aktivitäten binden Mitarbeiter für eine bestimmte Zeit, was natürlich Kosten nach sich zieht. Daher wird der interne Verrechnungssatz mit dem Zeitbedarf pro Mitarbeiter multipliziert. Am Ende werden alle Kosten addiert. Dabei kommt man auf Einführungskosten in Höhe von 17.412 Euro.
Als nächsten Kostenblock benötigt man die monatlichen Wartungskosten. Anders als die Einführungskosten entstehen diese nicht nur am Anfang des Projektes. Auch hier werden wieder Personen identifiziert, welche monatlich Zeitaufwände verbuchen. Zu nennen sind hier der Teamleiter, der Marketing-Manager und der Administrator. In dieser einfachen Kalkulation benötigen sie zusammen etwa 4 Tage pro Monat. Diese werden wieder mit dem internen Verrechnungssatz pro Mitarbeiter multipliziert. Danach werden sie mit eventuellen Server- und Softwarekosten addiert. So ergeben sich monatliche Aufwände in Höhe von 1.543 Euro.