Reinforcement Learning ist eine Methode, mit der hauptsächlich neuronale Netze, aber auch andere KI-Algorithmen trainiert werden. Zugrunde liegt ein Prinzip, das auch beim menschlichen Lernen wichtig ist: Versuch und Irrtum. Das Programm bekommt viele Beispielaufgaben, zu denen die Lösung bekannt ist. Nehmen wir zu Beispiel eine Künstliche Intelligenz zur Bilderkennung. Dann werden sehr viele Bilder gebraucht, die so aussehen, wie die Bilder, welche die KI später klassifizieren soll, sowie zu jedem Bild die Angabe, was darauf gezeigt ist. Das Programm wird nun verwendet, um diese Aufgaben zu lösen.
Und nach jeder Aufgabe wird das Programm ein wenig angepasst. Je weiter die Antwort von der richtigen Antwort ist, desto größere Anpassungen werden vorgenommen, sodass das Programm den gleichen Fehler wahrscheinlich nicht nochmal macht. Dieser Prozess wird so lange wiederholt, bis die Künstliche Intelligenz alle Trainingsdaten zuverlässig löst.
Die Frage wie man ein Programm anpasst, hängt davon ab, welchen Algorithmus das zu trainierende Programm verwendet. Bei neuronalen Netzen verändert man die Gewichte der Verbindungen zwischen den Neuronen um eine zufällige Variable. Dabei hängt die Varianz der Veränderung von der Güte der gegebenen Antwort ab.
Um die Qualität bei Reinforcement Learning zu optimieren, gibt es zwei verschiedene Ansatzpunkte. Wenn man das Programm mit mehr Daten trainiert, dann werden seine Ergebnisse immer präziser. Wenn man bei gleicher Datensatzgröße das Programm häufiger trainiert, erhöht man die Präzision, aber nimmt auch eine höhere Gefahr de Overfittings in Kauf. Wenn man nur kleine Anpassungen durchführt, dann vermeidet man dadurch, dass sehr spezielle Regeln, die sich das Programm zu Nutze machen könnte, übersehen werden. Dafür braucht man mit großen Anpassungen oft weniger Schritte, bis man ein grundlegend funktionierendes Programm hat.
Reinforcement Learning wird auch als Deep Learning bezeichnet, wenn es an großen neuronalen Netzen angewendet wird.